Linearer Schnitt
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Version vom 10. Mai 2010, 13:03 Uhr von Admin (Diskussion | Beiträge)
Beim linearen Schnitt werden Teile einer Aufnahme von einem Band auf ein anderes (Master-)Band kopiert. Die Anordnung der Schnitte auf dem Masterband erfolgt zwangsläufig nacheinander (linear) und ist relativ unveränderlich. Soll nachträglich Material in den fertiggestellten Film eingefügt werden, ist die nur durch Überspielen des an dieser Stelle bereits aufgespielten Materials möglich.
Es existieren zwei grundlegende Schnittarten:
- Assembleschnitt
Die einzelnen Clips werden nacheinander zusammengefügt (assembliert). Dabei werden alle Spuren auf das Masterband übertragen und vorhandenes Material wird überschrieben. Es ist kein Timecode auf dem Band erforderlich. Dieser wird automatisch entsprechend den Einstellungen des Timecodegenerators erzeugt.
Der Assemnbleschnitt ist die Schnittart, die generell zum schneiden verwendet wird. - Insertschnitt
Mittels Insertschnitt wird Material auf ausgewählten Spuren eingefügt. Voraussetzung dafür ist, dass sich an der betroffenen Stelle bereits geschnittenes Material befindet. Die Insertspur lässt sich aus Video und Audio 1 oder Audio 2 auswählen, wobei auch jede Kombination aus den drei Suren möglich ist. Das alte Material auf der jeweiligen Spur wird überschrieben
Der Insertschnitt wird nur verwendet, wenn bei einem fertig geschnittenen Bereich z.B. etwas nachvertont werden soll. Auf dem Band muss bereits ein lückenloser Timecode vorhanden sein! Insertschnitt findet mit Abstand seltener Anwendung als Assembleschnitt.