Linearer Schnitt
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Version vom 12. Mai 2010, 10:23 Uhr von Admin (Diskussion | Beiträge)
Beim linearen Schnitt werden Teile einer Aufnahme von einem Band auf ein anderes (Master-)Band kopiert. Die Anordnung der Schnitte auf dem Masterband erfolgt zwangsläufig nacheinander (linear) und ist relativ unveränderlich. Soll nachträglich Material in den fertiggestellten Film eingefügt werden, ist die nur durch Überspielen des an dieser Stelle bereits aufgespielten Materials möglich.
Es existieren zwei grundlegende Schnittarten:
- Assemble-Schnitt
Die einzelnen Clips werden nacheinander zusammengefügt (assembliert). Dabei werden alle Spuren auf das Masterband übertragen und vorhandenes Material wird überschrieben. Es ist kein Timecode auf dem Band erforderlich. Dieser wird automatisch entsprechend den Einstellungen des Timecodegenerators erzeugt.
Der Assemble-Schnitt ist die Schnittart, die überwiegend zum Schneiden verwendet wird. - Insert-Schnitt
Mittels Insert-Schnitt wird Material auf ausgewählten Spuren eingefügt. Voraussetzung dafür ist, dass sich an der betroffenen Stelle bereits geschnittenes Material befindet. Die Insertspur lässt sich aus Video und Audio 1 oder Audio 2 auswählen, wobei auch jede Kombination aus den drei Spuren möglich ist. Das alte Material auf der jeweiligen Spur wird überschrieben
Der Insert-Schnitt wird nur verwendet, wenn bei einem fertig geschnittenen Bereich z.B. etwas nachvertont werden soll. Auf dem Band muss bereits ein lückenloser Timecode vorhanden sein! Insert-Schnitt findet mit Abstand seltener Anwendung als Assembleschnitt.
Linearer Videoschnitt spielt in der Ausbildung eine untergeordnete Rolle. Folgende Arbeitsplätze finden sie im Medienzentrum:
- Dreimaschinenschnittplatz
wird in einem Praktikum in AV-Technik in Studio aufgebaut. - Laptopeditor
spielt im gleichen Praktikum wie der Dreimaschninenschnitt eine Rolle. Ein Laptopeditor steht dauerhaft im Raum 314 zur Verfügung. Dieser Arbeitsplatz ist für die Prüfungsleistung in Mediengestaltung II relevant.